Podium: 5 nach AFD? – Was wir von den Kämpfen in der Ostdeutschen Peripherie lernen können

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02.10.2026

Hamburg – Rote Flora

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In Wohlfühloasen wie Hamburg noch schwer vorstellbar: In vielen Orten vor allem im ländlichen Raum, ist die AfD längst die Mehrheit. Die Neonazischläger der 1990er sind jetzt Abgeordnete, Polizist*innen, vielleicht sogar Bürgermeister. Die Nachbarin wählt AfD, der Arzt ist ihr Kreisvorsitzender, die Schuldirektorin Schatzmeisterin – und so weiter. Queer in Grimma, Antifa im Erzgebirge, das ist etwas anderes als in Leipzig, Berlin oder Frankfurt/Main.

Antifaschistische, zivilgesellschaftliche, demokratische Strukturen sind prekär, permanent bedroht, nicht nur von Nazigewalt, auch von einem feindlichen Umfeld, von Ämtern und Behörden, von Repression, die schnell persönlich wird – und natürlich vom Wegzug der Aktiven. Denen, die vor Ort die Fahne hochhalten, steht das Wasser bis zum Hals. Ohne Unterstützung geht es nicht mehr.

Ich sitze auf dem Podium mit Johannes (Dresden Nazifrei) und Miri (Orga Gegendemos zu christlichen Fundamentalist*innen im Erzgebirge). Wir sprechen über Erfahrungen und wie Soildarität praktisch werden kann.

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