In der Utopie einer gleichberechtigten Gesellschaft mit freien Individuen ohne Hierarchien und Herrschaft ist Soziale Arbeit überflüssig geworden…!!!

#socialworker als Hashtag für eine Seite oder in Sozialen Netzwerken zu verwenden entstand aus der Erkenntnis das Soziale Arbeit ein Image Problem, ein Lobby Problem und vor allem ein inhaltliches Selbstverständnisproblem hat. Als ich im Jahr 2016 die Goldene Henne in der Kategorie Charity für das Projekt „Dorf der Jugend“ erhielt, fragte mich der Laudator Marius Müller-Westernhagen und auch der Moderator Kai Pflaume was man* denn eigentlich so als Sozialarbeiter macht?

Damals habe ich mich darüber geärgert und aufgeregt da ich der Meinung war dies sollte man* doch wissen. Heute weiß ich jedoch das nicht mal die Profession Soziale Arbeit und die Sozialarbeiter*innen, weder im Studium noch in der Praxis ordentlich erklären können was denn eigentlich Soziale Arbeit genau ist. Dieses Dilemma ist allerdings hausgemacht, da das Feld der Sozialen Arbeit, so breit gefächert ist, das es schwer wird eine eindeutige Erklärung zu liefern.

Dieses Dilemma war und ist für mich Motivationsgrundlage um über das Feld der Sozialen Arbeit zu schreiben und in Sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Auf der einen Seite ist es mir wichtig das der Sozialen Arbeit mehr Aufmerksamkeit zu Teil wird und auf der anderen Seite ist es mir ein sehr großes Bedürfnis das Profil und Verständnis von Sozialer Arbeit zu schärfen. Nicht alle Teilbereiche der Sozialen Arbeit sind miteinander vereinbar und stehen sich teilweise sogar im Weg, dieses systemische Problem muss zwingend gelöst und bearbeitet werden und ich möchte mit meinen Beiträgen einen inhaltlichen Beitrag zu diesem keimenden Diskurs beitragen.

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