Wer schon einmal mit dem Rad durch die Lange Straße, über den Leipziger Platz oder am Nicolaiplatz lang gefahren ist weiß wie radfreundlich Grimma ist. Noch viel kritischer ist die Radwegesituation auf den Ortsteilen zu beschreiben, denn dort ist dies ein Risiko für Leib und Leben und das Wohl unserer Kinder.

Die Straßen sind schmal und haben keinerlei Randstreifen und in manchen Ortschaften wie Großbardau, Kleinbardau oder entlang der S38 Richtung Mutzschen ist Radfahren eine riskante Angelegenheit. Heute musste ich sogar als Fußgänger zwischen Gaudichsroda und Fremdiswalde ins Feld springen da selbst als Fußgänger die Fortbewegung ein schwieriges und gefährliches Unterfangen ist. Als Radfahrer*in und Fußgänger*in ist man den Autos schutzlos ausgeliefert und ich sehe es als Aufgabe einer Kommune und des Oberbürger*innenmeisters sich dafür einzusetzen.

Dieser Aufgabe möchte ich mich stellen und die Radwege Situation zwischen den Ortsteilen von Grimma selbst mehr in kommunale Verantwortung nehmen. Darüber hinaus möchte ich mich auch überregional stark machen, dass die Anbindung von Grimma mittels Rad nach Leipzig, ins Neuseenland und nach Borna verbessert wird.

Warum ist mir das wichtig?

Ich werde ein Bürger*innenmeister sein der keinen Führerschein besitzt und werde mich deshalb auch überwiegend in Grimma mit dem Rad fortbewegen, da der ÖPNV leider so schlecht ausgebaut ist, das man mit dem Rad wesentlich schneller unterwegs ist. Damit allen Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung und ehrenamtlichen wie z.B. bei Feuerwehren oder in den Ortschaftsräten ein Vorteil entsteht. Grimma soll auch als Arbeitgeberin attraktiv sein. Deshalb werde ich mich für ein Jobradangebot einsetzen, sodass die Mitarbeiter*innen auch mit E-Bikes ihre Außendienstaufträge wahrnehmen können, mit dem Rad zur Arbeit fahren können oder im privaten von einem E-Bike oder einem Fahrradleasing profitieren können. Gleichzeitig wird dadurch die städtische CO2 Bilanz verringert und Kosten für Dienstfahrten gespart, da ein laden der E-Bikes auch über Solarladestationen in der Innenstadt oder auf den Dörfern möglich ist.

Für die Ortsteilen könnten E-Bike Sharing Stationen errichtet werden um die Mobilität der dort lebenden Menschen zu erhöhen. Parallel könnte ein eigenes Stadtinternes Rufbus-/Ruftaxisystem aufgebaut werden was den ÖPNV des Landkreises ergänzt und verbessert. gerade für Zeiten in denen keine Busanbindungen mehr angeboten werden. Systeme die mit einem geringen Kostenaufwand in vielen ländlichen Regionen wie in Bayern, Österreich oder auch in der Schweiz sehr gut funktionieren und die jede*r Wanderer zu schätzen weiß, wenn man in der entlegensten Bushaltestelle wieder zurück kommt.

Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen wird es am:

Freitag den 03.06.2022 um 16:30 Uhr auf dem Markt in Grimma eine Critical Mass Veranstaltung geben. Kommt mit eurem Rad, denn es ist Weltfahrradtag.

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