Nachdem ja mittlerweile deutlich geworden ist, das ich gerade krampfhafte Versuche unternehme mich von meiner Geburtsstadt Grimma weg zu schreiben kommt nun ein weiterer Beitrag der in diese Richtung geht. Ich habe lange überlegt ob ich einfach nur eine Art Reiseblog schreibe, aber davon gibt es ja nun auch tausende und die meisten sind dann doch eher belanglos. Genau so wie es Unmengen an Instagram Postings zum höchsten Punkt Deutschlands und dem Weg dorthin gibt. Deshalb war es mir dann doch ein bisschen zu fad euch dies auf solch eine eher belanglose Art und Weise mit zu teilen. In meinem Kopf passiert jedes mal beim wandern und klettern etwas, es fühlt sich so an als kann ich die Sorgen in meinem Kopf durch die Beine an den Boden abgeben und bestimmte Dinge die mich aufregen einfach auf der Strecke lassen und die Strecke ist gut zu mir denn sie behält es dann auch einfach und es fügt sich ein in das, was wir Welt nennen und von der wir immer nur ein Teil sind und auch unsere Gesellschaft von dieser Welt nur ein Teil ist. Viele denken jedoch die Welt dreht sich nur um sie und sie bauen sich ihre Welt so wie sie es gern hätten. Bevor ich euch nun aber etwas zu den 30,4 km (zu Fuß ca. 39km incl. Rad An- und Abfahrt) , den 2280 Höhenmetern rauf und 2350 Höhenmetern runter in 15 Stunden und 53 Minuten incl. Pausen erzähle, muss ich noch kurz meinen: „ich schreibe mich von Grimma weg“ Beitrag ablassen, denn tatsächlich hat mir die Stadt nicht mal im Gebirge Ruhe gelassen. Allerdings kann ich freudig vermelden das es mich emotional tatsächlich nicht mehr angehoben hat sondern mich in meinem Tun und Handeln bestärkt und das fühlt sich ziemlich gut an.

Vielleicht habt ihr meinen letzten Blogbeitrag „Ein sächsisches Kleinstadt WE“ gelesen, als ich über die Ereignisse rund um die #wannwennnichtjetzt Infoveranstaltung, zu den miserablen Zuständen in den Sammelunterkünften für geflüchtete Menschen, der AfD Infoveranstaltung und den Aussagen des OBM’s von Grimma zu alle dem, geschrieben hab. Nun der Beitrag wurde von mir etwas abgeändert da ich mich mit einer Unterlassungsklage des OBM’s konfrontiert sah und tatsächlich habe ich seine, gegenüber den Jugendlichen getroffenen Aussagen fälschlicherweise in den LVZ Artikel hinein interpretiert. An der Tatsache das er es geäußert hat ändert dies nix, denn in einem Video von Muldental TV äußert er es dann doch noch öffentlich und sagt es wäre alles herbeigelogen, im Sinne der eigenen Selbstdarstellung (Video „Bürgersprechstunde mit Matthias Berger“ ab Minute 16 verfügbar am 08.08.2020). Mittlerweile hat die AfD eine Demo für den Grimmaer Markt mit ihren Menschen hassenden Wortführern Höcke und Kalbitz für Ende August angemeldet und prompt kam ein Statement des OBM welches wunderbar die Grimmaer Arroganz symbolisiert die ich nach all den Jahren so, so satt und über habe. Eine Arroganz die nach meinem Dafürhalten irgendwo in der Leidensgemeinschaft Hochwasser 2002 und 2013 entstanden ist und sich in eine nicht mehr ertragbare Dimension von regionalem Stolz gesteigert hat. Liest man* die Artikel und die Überschriften könnte man* meinen, es ist doch gut das der OBM und die Stadträt*innen einen Veranstaltung als Art Gegenveranstaltung zur AfD Demo planen, schaut man sich dann jedoch die Begründung und Erklärung in dem Video an, wird einem diese zuvor beschriebene Arroganz auf imposante Art und Weise veranschaulicht. Dort wird eine Hufeisentheorie und Gleichsetzung betrieben die seines gleichen sucht, es wird nicht differenziert und es wird wie so oft eine Extremismustheorie bestärkt die uns Gesamtgesellschaftlich immer und immer weiter in die Spaltung treibt, wenn gleich diese wahrscheinlich bereits vollzogen ist. Für das Stadtoberhaupt ist Antifaschismus dann doch gleich zu setzen mit Faschismus und es gibt nur Rechts und Links und die ordentliche, sachliche Grimmaer liberale Mitte, dies ist wissenschaftlich und inhaltlich stark anzuzweifeln, denn so einfach ist unsere Gesellschaft dann leider doch nicht. Weiter wird in dem Video gesagt „…Leipziger, bleibt bitte zu Hause, wir brauchen euch hier nicht“ (Damit ich nicht wieder einen Unterlassungsbrief bekomme: Minute 2:10 im Muldental TV Video: Friedlicher Protest der Grimmaerinnen und Grimmaer gegen jede Art von politischem Extremismus verfügbar am 08.08.2020) und drückt dann eine Überheblichkeit aus die ich persönlich als sehr anmaßend und herablassend gegenüber anderen Menschen empfinde. Manchmal habe ich den Eindrück als würden einige Grimmaer*innen, incl. dem gewählten Anführer, denken die Welt würde sich nur um Grimma drehen. Den Zahn kann ich ziehen, denn dies tut sie nicht und Grimma ist zwar eine schöne, aber eben auch nur eine beliebige sächsische Kleinstadt. Wenn man bedenkt das Garmisch-Partenkirchen (ich versuche jetzt mal den Dreh zu bekommen) in etwa genau so viele Einwohner*innen hat wie Grimma, dann wird einem bewusst das Grimma absolut nix besonderes ist und zusätzlich auch noch ganz schön langweilig. Zum Glück gibt es aber mittlerweile junge Menschen die diese Tristesse durchbrechen und ich bin sehr gespannt wohin dies führen kann und wie das in ein paar Jahrzehnten ausschaut, denn Potential ist vorhanden!

In den letzten Jahren hat meine Grimmaflucht mit Wander- und Kletterausflügen stark zugenommen und lustig ist dann, das Grimma einem selbst in einschlägiger Kletterlektüre, wie den Geschichten von Peter Brunnert begegnet, obwohl es neben Balu nur wenige bekannte Alpinisten in Grimma gibt. Da ich mal davon ausgehe das nicht viele von euch diese Bücher lesen möchte ich hier gern die entsprechende Passage zitieren, die ich las als ich zu Pfingsten meinen ersten Barfuss-Überfall auf eine Nadel in der Sächsischen Schweiz absolvierte. Die Geschichte ist deshalb lustig und wichtig da sie viel über falsche Bilder und die Realität aussagt, aber dazu später mehr! In der Geschichte von Peter Brunnert geht es um einen jungen Mann der zu den sogenannten Sportboulderern gehört die im Grunde noch nicht wirklich verstanden haben um was es beim wandern, klettern oder auch bouldern geht, denn es ist eben nicht nur irgendein Trendsport den man* für seine Instastory macht, Klettersteige und Kletterrouten sind auch keine Boulderhallen und das Hochgebirge keine Halle oder gut gesicherte Sportkletterroute. Auf wundersame Weise taucht in dem Buch Grimma als lustiges Beispiel für Unwissenheit auf und irgendwie passt das dann auch wieder zu der Ansprache des OBM’s, bezogen auf die AfD Veranstaltung. „Zunächst kann unser Sportsfreund von Glück sagen, dass er nicht von jener, das Angebot ihres Arbeitgebers noch nicht vollständig verinnerlicht habenden Hallenaufsicht vom „Fit & Sun“ im Mitteldeutschen Grimma bedient wurde, die ihren Kletter- und Schuhausleihwilligen Kunden statt Boulderschuhen tatsächlich ein paar bequeme Bowlingschuhe in die Hand drückte! Es geht also immer noch schlimmer.“ (S. 20 Brunnert, Peter 2017, „Fisch sucht Fels“, Panico Alpinverlag, Köngen) Bezogen auf, dass es geht also immer noch schlimmer, spiegelt dies meine Gedanken zu dem Video und vor allem auch die Absurdität das die AfD gleichzeitig den Gegenprotest gegen ihre eigenen Parteigefolgsleute mit organisieren soll (eine Einladung zur Orga der Gegenproteste durch die Stadt ging auch an die AfD), sehr gut wieder. Grimma ist eben anders und so richtig wird einem dies bewusst wenn man sich diese ganze Sache von oben, nämlich dem höchsten Punkt Deutschlands, betrachtet. Man* merkt wie einem solche Sachen immer egaler werden und man* es für sich schafft eine Gleichgültigkeit gegenüber Ostdeutschland, Sachsen und Grimma zu entwickeln, denn he es gibt verdammt Gute Gründe dies einfach alles hinter sich zu lassen. Ich werde die Menschen nicht ändern können, aber ich habe versucht meinen Teil dazu beizutragen und nun wird sich zeigen wohin es wandert. Ich habe meine für diese Stadt selbst gesteckte Herausforderung gemeistert und bin am Ziel angekommen, die nächsten Routen müssen dann andere gehen, denn es gibt noch wesentlich interessantere Herausforderungen denen man* sich stellen kann und die absolviert werden wollen. Wie z.B. die Zugspitze an einem Tag vom Tal aus zu überqueren und Auf- und Abstieg ohne Hüttenübernachtungen oder sonstige langwierige Zwischenstopps zu absolvieren. Dabei vier Klettersteige, Gletscher und Schneefelder passieren und dann trotzdem anzukommen. Gut tatsächlich hat auch eine Rolle gespielt das ich es absolut nicht einsehe für eine Seilbahn Talfahrt 35 EUR zu zahlen, aber dies nur am Rande. Wie ich durch Gespräche mit anderen Bergsteiger*innen erfahren habe liegt der Rekord für die beiden Teilstrecken bei je 3h – 4h, ich habe insgesamt knapp 16 incl. Pausen gebraucht, aber ich habe es geschafft.

Nun denn, nachdem es zwei Tage intensiv geregnet und auf der Zugspitze geschneit hatte habe ich mir nach intensiver Wetterberichtsbeobachtung den Mittwoch den 05.08.2020 rausgesucht. Nachdem ich 3:30 Uhr in Garmisch aus dem Bett gekrochen bin und nochmal die Ausrüstung gecheckt hatte ging es 4:00 Uhr mit dem Fahrrad 4,5 km nach Hammersbach von dort begann der Zustieg durch das Höllental, rauf zum Höllentalferner, dem schön zugeschneitem Gletscher und dann über den Höllentalsteig rauf zur Zugspitze, welche ich dann gegen 12:00 auch erreichte. Heute weiß ich, ich hätte die Route noch eher beginnen sollen denn gegen 06:00 Uhr passierte ich die Höllentalangerhütte in welcher sehr viele Menschen übernachten die dann ab dort den Zustieg zur Zugspitze machen. Einige Gruppen konnte ich glücklicherweise hinter mir lassen, einige waren dann doch Frühaufsteher*innen und schon unterwegs. Wer im übrigen so kurz nach Starkregen die Höllentalklamm passiert, sollte sich gute Regensachen einpacken, denn ich war danach vollkommen durchnässt da meine Regenjacke dann doch nicht für „Tauchgänge“ ausgelegt ist. Am ersten Klettersteig gab es noch keine größeren Einschränkungen durch vorauslaufende Gruppen, jedoch konnte man spüren das die Felsen schon sehr stark unter den vielen Berührungen gelitten haben und es sicherlich zunehmend schwieriger wird die Stellen auch tatsächlich zu klettern, aber dies tun ja auch die wenigsten, denn wie zu beobachten, wird sich krampfhaft am Stahlseil hinauf gezogen. Leider dürfen Menschen Klettersteige begehen ohne je eine Einweisung darin zu erhalten, was es für andere Menschen tatsächlich sehr unsicher macht. Wenn fünf Menschen mit ihrem Steigset in nur einem Seilabschnitt hängen und der/die Erste fällt dann fallen alle fünf und der Bohrhaken wird dies nicht aushalten und die Nachsteigenden Menschen werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Sagen wir so ich hatte an manchen Stellen Angst um mich wegen voraus steigenden Menschen, wobei die beiden Klettersteige rauf durchs Höllental tatsächlich für geübte auch absolut ohne Steigset machbar sind. Das mit der Angst um mich, wegen anderer Leichtsinn ist dann doch auch wieder ein bisschen wie Grimma, Sachsen und bezogen auf die Corona Leugner Demos wie teilweise in Gesamtdeutschland. Deshalb ist es gut alle dem zu entfliehen indem man* sich einfach versucht über die Dinge, bezogen auf Höhenmeter, zu stellen.
Durch den Neuschnee lies sich der Gletscher sehr entspannt laufen und Grödel waren vollkommen ausreichen und wie sich später heraus stellte auch sehr gut das ich sie dabei hatte und nicht drauf verzichtet habe aus Gewichtsgründen, wie es der ursprüngliche, in Grimma geschmiedete und belesene Plan war. Die Randkluft des Gletschers rüber zum Klettersteig stellt für viele Menschen ein großes Hindernis dar, was tatsächlich auch verständlich ist, denn wer möchte schon gern in eine Gletscherspalte fallen, hier war ich dann froh über den Pfingstausflug bei dem ich das überfallen dann doch schon mal in größerer Höhe üben durfte und damit die Grundangst für eine solche Unternehmung weg war. Da dies für viele tatsächlich aber problematisch ist kommt es an dieser Stelle oft zu Megastaus, die sich im Laufe des Vormittags bis auf die Mitte des Gletschers ausdehnten, wie ich von oben sehen konnte. Bei den voraus gehenden in meinem Fall, führte es dazu da sie ihre Steigeisen angelassen haben und der Klettersteig mit Steigeisen absolviert wurde, ja es war Eis und auch ne Menge Schnee auf dem Klettersteig, aber denkt doch mal an den Fels den ihr da über fast 800 Höhenmeter mit euren Steigeisen maltretiert, das ist nicht schön. Entsprechend unsicher und langsam waren die Gruppen vor mir und der Klettersteig sollte sich zu einer unendlichen Geschichte ausdehnen, da Stürze, weg rutschen und Panik bei fehlendem Sicherungsseil den Weg nach oben bei den voraus gehenden bestimmten. Ich lies zunehmend mehr Abstand, bisschen wie bei Grimma, und an den Kletterstellen kam es zu längeren Wartezeiten. Ich frage mich hier wie man* dies zukünftig lösen möchte? Möchte man* die Klettersteige bzw. die Berge dem Massentourismus und den Instagramstorys opfern oder lassen sich vielleicht Kompromisse finden, so dass alle ihren Spass und Freude beim wandern und klettern haben. Es macht ja auch keinen Spass wenn du die gesamte Route darüber nachdenkst was du machst wenn dem/der vor dir jetzt etwas passiert, du wirst selbst unsicher und begehst vielleicht Fehler. Auch das ist ein bisschen wie unsere aktuelle Gesamtgesellschaftliche Lage, ne Menge Menschen um dich herum fangen aus irgendwelche Gründen an Verschwörungsmythen zu glauben und dann kommt irgendwann der Punkt wo du denkst: vielleicht haben sie ja doch recht, obwohl du weißt das es kompletter Schwachsinn ist.
Nach 7,5h und 2230 Höhenmeter auf 16,1 km (ab Garmisch mit Fahrrad) dann endlich am Gipfelkreuz der Zugspitze angekommen und auch dort wieder mehr Sorge um die Seilbahnfahrer*innen gehabt die versuchen mit Turnschuhen das eingeschneite und vereiste Gipfelkreuz zu erreichen. Ein zwei Fotos gemacht und dann ab auf die Bergstation und genüsslich Mittagspause mit den selbst geschmierten Broten und den Müsliriegeln gemacht, dabei dann das geschehen und die Menschenmassen auf der Zugspitze/Münchner Haus beobachtet und festgestellt das es doch wesentlich angenehmer ist seinen Urlaub abseits von Menschen und der Zivilisation zu verbringen, denn die können einem schon ganz schön dolle auf den Geist gehen und einem das Karma versauen.

Nach ca. 1h Pause und dem Genuss der Gipfelsonne, Sonnenbrand incl.) umgeben von Schnee ging es auf zum Abstieg und der startete mit zwei Klettersteigen die aufgrund der Starken Schneefälle eigentlich auch keine waren, da die Seile eingeschneit und teilweise durch zurückliegende Erdrutsche und Lawinen noch beschädigt waren. Der Zugspitzsteig über den Grat ging da noch, wesentlich brisanter wurde dann der Stöpselziehersteig runter zur Wiener-Neustädter Hütte der durch den Schnee und die fehlenden bzw noch defekten Sicherungen nicht mehr wirklich als aufregendes Abenteuer sondern als permanenter Kampf gegen das weg rutschen gewertet werden kann. 2h bergab Rückwärts in ordentlicher Hanglage haben die letzten Kräfte und die Letzte Kondition gefordert, so dass ich ungeplanter Weise an der Wiener Neustädter Hütte erst einmal ein Getränk zu mir nehmen musst. Zum Glück traf ich dort auf angenehme Gesprächspartner und wir tauschten uns über die schlechten Bedingungen aufgrund des Schnees aus, hoch war er sicherlich machbar, auch bei Schnee, aber runter möchte ich jedem abraten sich diesem Steig bei Neuschnee und Eis zu nähern. Ab der Hütte hieß es dann straight bergab Richtung Eibsee und dann auf halber Höhe nach Hammersbach abbiegen, wo ich dann gegen 20:00 Uhr ankam und mich aufs Fahrrad Richtung Garmich setzte, so dass ich dort nach 18,1 km Abstieg und 2.270 Höhenmetern talwärts halb tot ins Bett gefallen bin.

Die Route ist wunderschön und eine echte Zugspitz Rundtour Empfehlung, aber man* sollte sich der Schwierigkeiten und der enormen Distanz in Hochalpinen Gelände bewusst sein. Zwischenstopps sind dort nicht wirklich drinnen. Ich habe mich auf 4 Pausen begrenzt, ansonsten nur mal für eine Foto oder einen Blick auf die Karte gestoppt. Nehmt ausreichend Wasser mit, denn es gibt kaum bis gar keine Stellen oberhalb der Höllentalangerhütte und auch beim Abstieg, bis weit nach der Wiener-Neustädter Hütte an denen ihr Wasser nachfüllen könnt. Falls ihr euch den Nervenaufreibenden Abstieg zur Wiener Neustädter Hütte etwas angenehmer gestalten wollt nehmt ein Seil mit, denn es gibt relativ weit oben eine Abseilstelle die euch sicherer über das danach folgende sehr steile Schneebrett bringt.

Da mich in Letzter Zeit Menschen gefragt haben warum ich soviel schreibe und warum ich immer diesen Grimma Bezug herstelle, nun ja ich habe in den letzten fast 20 Jahren sehr viel Energie, Lebenszeit und Liebe zur Sache gelassen, habe mich bemüht das Grimma keine dieser typischen Ostdeutschen Städte wird und um dies alles hinter mir zu lassen braucht es etwas und das Schreiben hilft mir dabei, genau wie das Wandern, Bergsteigen und Klettern hilft dies alles hinter mir zu lassen. In den Bergen kanalisieren sich die Gedanken irgendwie und werden geerdet und durch den Blog sind sie raus aus meinem Gehirn und es beschäftigt mich nicht mehr so sehr. Es hilft einfach Abstand und Distanz herzustellen zu der Stadt Grimma und den arroganten und egoistischen Menschen (damit sind nicht alle gemeint, denn es gibt hier auch viele liebe und tolle Menschen) die leider das Geschehen in dieser Stadt dominieren!

Danke an den einen wunderbaren Menschen der mir das gerade alles irgendwie beibringt und mir hilft diese Distanz aufzubauen.

Danke an Ingrid und Benni fürs hosten in Garmisch ich komme wieder!

In der Nähe von Garmisch stand eine Bank mit einem Satz von Jean Paul Satre: „Wenn wir sagen, daß der Mensch für sich selber verantwortlich ist, so wollen wir nicht sagen, daß der Mensch gerade eben nur für seine Individualität verantwortlich ist, sondern daß er verantwortlich ist für alle Menschen.“ Genau wie dieser Spruch wunderbar zum bergsteigen und gegenseitigen Rücksichtnahme und der Einschätzung seiner eigenen Möglichkeiten passt er auch zu Grimma, wobei dies hier noch ein langer Weg ist bis Erkenntnissgewinnung, bezogen auf den Inhalt des Spruches einsetzt. Die Hoffnung stirbt jedoch bekanntlich zuletzt!

…another world is possible!!!

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