Ja die Vortrags und Workshopbranche liegt etwas brach, zumindest für mich, der mit Online Vorträgen eher sparsam umgeht. Deshalb habe ich die letzten Monate immer mal genutzt um mich einem Beitrag für eine Fachzeitschrift zu widmen. Da ich euch den letzten Artikel aus den Blättern der Wohlfahrtspflege noch nicht zum kostenfreien Download zur Verfügung stellen konnte kommt jetzt dieser Artikel im Heft der BAG OKJE e.V. zum Download. Ein Abo oder das Einzelne Heft lohnt sich sobald es über die Homepage der BAG verfügbar ist auf jeden Fall, denn neben meinem Artikel findet ihr auch noch einen Beitrag von Moritz Schwerthelm, Gillian Zimmermann und Nils Schumacher zu ihrer Studie bezüglich der politischen Einflussnahme durch die AfD auf die Jugendarbeit und einen Artikel von den lieben Kolleg*innen der AGJF Sachsen Romy Nowak und Kai Dietrich zu ihrem MUT Projekt.

Hardfacts zum Artikel

Die Hintertür gegen Rechtsextremismus
Offene Jugendarbeit, S. 40 – 47, Heft 01/2021
Herausgeber: Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen e.V. (BAG OKJE e.V.)
tb-verlag, Tübingen, ISSN: 0940-2888
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Leseprobe

[…] In Vorträgen oder auch in den von mir erarbeiteten Konzepten lege ich stets großen Wert darauf, für etwas zu sein und nicht nur einfach dagegen, denn durch das Einstehen für eine andere Welt erweitert sich mein Horizont und damit auch der Horizont der Jugendlichen, mit denen ich gearbeitet habe. Dagegen sein ist einfach, doch um für etwas zu sein, braucht es eine Utopie, wofür man* einsteht. Und genau dort sollte Jugendarbeit sein: an der Schwelle zwischen der Herausbildung der Utopie der Jugendlichen und der Wirklichkeit der Erwachsenenwelt.
Wenn wir davon ausgehen, dass der Rechtsextremismus nur eine Folge von verschiedensten ineinandergreifenden Faktoren oder Resultaten ist, ist es somit auch unmöglich, ihn isoliert als das, wogegen wir sein sollten, zu betrachten und Konzepte zu entwerfen, die sich ihm annehmen und versuchen, einzig und allein dieses eine Phänomen zu bearbeiten. Heitmeyer 2018 stellt in seinen Ausführungen zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit fest, dass wir
die Menschenfeindlichkeit auf tief in der Gesellschaft sitzende reaktionäre und konservative Einstellungen zurückführen können. […]

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