Außer man* tut es. Diesen Spruch prägte Erich Kästner in einem Epigramm mit dem Titel „Moral“. Er war einer der wenigen NS Kritiker die trotz der Berufsverbote in Deutschland blieben, als Grund gibt er an das er seine Mutter nicht allein lassen wollte und das er die Menschenverachtenden Ereignisse zwischen 1933 und 1945 dokumentieren wollte.

Nun steht unter dem Portraitvideo, welches gerade in der ARD/MDR Mediathek (verfügbar bis 29.09.2020) zu sehen ist: „Was ich auf keinen Fall will und nie wollte, ist dass alles so bleibt, wie es ist.“ Ein Satz den ich so im Rahmen der Dreharbeiten zu diesem Kurzportrait gesagt hab. Ich möchte mir nicht anmaßen das ich selbst bewerten kann etwas „Gutes“ zu tun, allerdings wurde ich bei der Preview Veranstaltung am Montag in Magdeburg gefragt was meine Motivation ist und warum ich Handlungen in meinem Leben so entschieden habe wie ich es tat und was für mich Handlungsleitend dabei ist.

Nun ich habe diese Frage damit beantwortet das ich für mich gemerkt habe das Nazi’s weiter existieren, Polizeigewalt weiter stattfindet, Menschen an den Grenzen Europas weiterhin sterben müssen und auch der Kapitalismus weiter existiert wenn demonstrieren das einzige ist was ich dagegen tue. Ob Gut oder nicht gut ist dabei eine individuelle Auslegung des eigenen Wertekompasses. Jedoch ist es wichtig das wir unseren Teil dazu beitragen das es eben nicht so bleibt wie bisher und die Methoden sind dabei individuell und auch das muss jede*r für sich entscheiden. Ich habe mich entschieden meinen Beitrag zur Sozialen Arbeit und zur Jugendarbeit zu leisten, da ich in den Jugendlichen einfach das größte Potential für gesellschaftliche Veränderung sehe. Lasst euch von Erwachsenen nicht unterkriegen und kämpft für eure Träume und für eine andere, bessere, gute Welt in der es keinen Horst Seehofer, keine AfD und auch keine Umweltverschmutzung und Nazi’s mehr gibt. Ihr habt die Macht Dinge zu verändern und ich werde euch helfen so gut ich kann, was anderes kann ich eh nicht mehr machen!

Ich bedanke mich auf jeden Fall für die Einladung am Montag nach Magdeburg und für das Portrait welches der MDR Sachsen-Anhalt zusammen geschnitten hat. Das ganze bettet sich ein in ein Projekt, welches beim MDR mit „Generation Umbruch“ umschrieben wurde und in dem die Entwicklung von insgesamt 14 Menschen dargestellt wurde, welche in der DDR zwischen 1975 – 1985 geboren wurden und wie sie ihr Leben dann als Jugendliche und Erwachsene in West und Ostdeutschland gestaltet haben. Ich bin grundsätzlich der Meinung das meine Lebenswandel nicht gerade repräsentativ für die 2,4 Millionen in dieser Zeitspanne geborene DDR Bürger*innen ist, aber es ist eben einer.

…another world is possible!!!

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